Am 23.11.2012 wurde das nun dritte Album der Essener Melodic Death/Trash Band The Very End veröffentlicht. Das alleine ist eigentlich schon Grund genug Fans, Freunde und Bekannte zu einer amtlichen Releaseparty einzuladen.

Stattgefunden hat diese im Cafe Nord am Viehofer Platz in Essen. Eigentlich waren neben Crosshead aus Krefeld,die Bonner Aardvarks als Support eingeplant gewesen. Diese waren jedoch durch einen Krankheitsfall kurzfristig verhindert und so sprang kurzerhand das Essener Crossplane Rockshit Syndicate ein um das Publikum gebührend für The Very End anzuheizen.

Für die zahlenden Gäste hatte man sich etwas besonderes einfallen lassen: So gab es nicht nur für die ersten 50 Gäste ein kleines Geschenk, sondern jeder nahm an einer Verlosung teil bei der man Fanpakete, T-Shirts und ähnliches gewinnen konnte. Zeit genug um sich am reichhaltigen Merchangebot zu bedienen gab es auch noch, denn der ganze Rummel sollte eine halbe Stunde später beginnen als geplant. Dabei sei zu erwähnen dass die Preise für das mannigfaltige Merchangebot echt fair waren. Zipper für 22 Euro sieht man auf Konzerten eigentlich eher selten. Aber nun genug der Lobhudelei, denn inzwischen standen Crosshead auf der Bühne. So richtig viele Leute hatten sich noch nicht versammelt und auch der Rhythm-Gitarrist Jochen hatte noch mit einigen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Trotzdem brach das Eis recht schnell und es sammelten sich einige Gäste vor der Bühne, es hätten aber gerne noch ein paar mehr sein dürfen.

Setlist Crosshead:
Begin to bleed
This is salvation
Be Around
Remails of evil
Burning again
My defence
MBB
Black horizon
Fire in my head

Nach Crosshead wurde eifrig umgebaut. Nach dem Krefelder Thrashmetal sollte es nun nämlich deutlich rockiger zugehen, denn Crossplane waren an der Reihe. Es werden zwar nicht wenige enttäuscht gewesen sein, dass die Aardvarks nicht spielen konnten, doch Crossplane erwiesen sich als würdiger Ersatz. Und es ist dem Underground im Allgemeinen (auch wenn andere Kollegen gerne und viel über eben diesen moppern) und Crossplane im Speziellen hoch anzurechnen, dass man sich so kurzfristig dazu bereit erklärte einzuspringen. Es wurde jetzt schon deutlich voller vor der Bühne - leider wurden auch einige der Gäste merklich voller. Wie dem auch sei, Crossplane sorgten mit einem sympathisch verschmitzten Bühnenauftritt und rockigen Klängen für durchweg gute Laune. Gerade in den ersten Reihen waren auch einige fliegende Matten zu erspähen.

Setlist Crossplane
Hey, hey hey
In my ceins
No win situation
Old brown shoes
Believe in
Real Life
Is it me?
Hellride
Killing machine
Happy, when you're dead
Rollin'
Balls
Can't bring me down
Bad medicine
Rockshit
Deamons
Fuckman
D.M.

Nach dem gelungenen Einstieg in den Abend folgte eine kurze Ansprache von - den Meisten als Hoschi bekannten - Christian Kokoska, der die recht kurzweilige Verlosung der The Very End Devotionalien durchführte. Die Gewinner waren schnell gefunden und im Anschluss konnte es endlich mit den Gastgebern des weitergehen. Natürlich hatten The Very End auch einige neue Songs im Gepäck und so begann man die Show mit einer Konfetti-Kanone und den Songs "Splinters" und "Infidel" vom neuen Album. Die Band hatte auf der kleinen Bühne sichtlich Spaß, auch wenn es sich wohl recht schwierig gestaltete ordentlich Dampf zu machen ohne sich gegenseitig über den Haufen zu rennen. Musikalisch spielte man sich durch die ganze Bandgeschichte und das mit Erfolg. Vor der Bühne herrschte dichtes Gedränge und eine ganze Reihe Gäste hatte den Haarpropeller angeworfen. Einziges Manko war der - meiner Meinung nach - nicht ganz so brillante Sound. Das tat der Bombenstimmung allerdings keinen Abbruch. Das beste Kompliment machte dann aber unbewusst Tom Angelripper der Band. Kann man einen Live-Act noch mehr adeln, als wenn eine bekannte Szene-Größe sich selber dabei erwischt Luftgitarre zu spielen? Ich denke nicht.

Setlist The Very End:
Splinters
Infidel
A hole in the sun
The Leper
The last mile
Sixes and nines
Letters to the living
Sewn eye sleep
Iron sky
Flatline
Maelstrom calling
Blacklisted
Memento
Balland chain
The loss theory
Maniac