Wir schreiben das Jahr 2005.. ein verdammt gutes Jahr was Konzerte betrifft (zumindest meiner Meinung nach). Heute, am 09.06. gibt sich eine Band die Ehre in den Dortmunder Westfalen Hallen zu spielen, die bereits mehrfach Metal-Geschichte geschrieben hat: Black Sabbath!

Die Erwartungen an das Konzert sind hoch, genau wie der Preis für die Karten. 50 Euro musste man für eben diese im Vorverkauf berappen. Nicht gerade wenig.. Aber das war es den Menschenmassen wohl wert, die sich schon eine ganze Zeit vor Konzertbeginn vor den Hallen zusammengefunden hatten.  Es ist kurz vor 20 Uhr und die Nervosität steigt.. wird Ozzy zu Höchstformen auflaufen
oder nur einfach rumstehen?

Pünktlich um 20 Uhr stürmen die Mannen von Soulfly die Bühne. Die Halle ist noch halb leer, trotzdem wird kräftig gerockt. Der Frontmann von Soulfly der wie so ziemlich jedem bekannt sein sollte, auch bei Sepultura mit von der Partie ist, gibt nach einiger Zeit auch einen der Zeitlosen Hits wieder die Jeder mitgröhlen kann: Roots Bloody Roots. Kurz darauf ist der Spuk auch leider schon vorbei, denn Soulfly spielten nur 35 Minuten. Für eine Vorband ein wenig dünn. Da hätte man den Supportern von Sabbath schon etwas mehr Zeit zugestehen können, vor allem wenn man die hohen Eintrittspreise betrachtet.

Es folgen knappe 40 Minuten Umbauzeit, dann geht auch schon das Licht aus und das, nun zahlreicher vorhandene, Publikum wird mit einem Black Sabbath Medley vom Band auf das nun bevorstehende Ereignis eingestimmt. Kurz darauf betreten auch schon die Altmeister des Metal die Bühne und werden ordentlich gefeiert. Ozzy ist fitter denn je, und man merkt ihm seine Parkinson Erkrankung kaum an. Gerüchte, die besagen das er von einem Zivi auf die Bühne geschoben wird, entkräftet er sofort, denn er bangt und rockt ohne Pause.Da könnte sich so manche "junge" Band noch eine Scheibe von abschneiden. Es folgen diverse Sabbath Hits. Eigentlich spielen Sabbath eine sorgfältig ausgewählte Liste von Hits ihrer Laufbahn,wie zum Beispiel "Iron Man", "Warpigs", "Black Sabbath", "Sabbath, bloody Sabbath".

Auch ein technisch Perfektes Gitarren Solo vom Riffmaster Toni Iommy darf natürlich nicht fehlen. Zwischenzeitlich erlaubt Ozzy sich das Vergnügen, das Publikum mit einem Eimer Wasser zu duschen. Nach knappen 90 Minuten endet das Konzert mit dem auch "nicht Metallern" bekanntem "Paranoid" als dritter Zugabe.

Fazit:
Technisch und musikalisch konnten Black Sabbath voll überzeugen und waren besser als nie zuvor. Leider wurde die Euphorie durch die Geringe Spielzeit der Vorband und Sabbath selber ein wenig getrübt. Desweiteren fiel negativ auf, dass das Merchandising zu Wucherpreisen verkauft wurde. 30€ für ein T Shirt sind einfach zuviel.

 

Black Sabbath haben dennoch bewiesen, dass Sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.