Samstag der 07.07.2012 war ein sehr schöner Tag. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und es waren mehr Autobahnauffahrten gesperrt als nötig. So begab ich mich also extra etwas früher nach Bochum um dort Bilder von Adrenaline Mob machen und einen kleinen Plausch mit John Moyer, Bassist von Adrenaline Mob und Disturbed, halten zu dürfen.

Gegen 18:00 kam ich dann auch in Bochum an, gegen 18:30 war das Interview angesetzt, eigentlich alles ganz locker. Leider hat sich für den Mob jedoch alles etwas verzögert, und so kam ich vor dem Interview noch in den Genuss des kompletten Soundchecks. Und dieser machte Lust auf mehr. Nach meinem kurzen Plausch mit einem sehr relaxten John Moyer öffneten sich dann auch für das Publikum die Pforten und nach einer kurzen Wartezeit legte die Vorband, Downspirit, auch schon los. Downspirit waren irgendwo zwischen Blues und Hard Rock zuhause und läuteten den Abend gemächlich mit harten Riffs und donnernden Drums ein. Was soll man da groß schreiben, die Posen saßen und wirkten vielleicht etwas zu einstudiert, aber im wesentlichen ließ sich das Publikum gut auf Downspirit ein, welche als Dank eine Menge Spielfreude und Energie auf die Bühne brachten. Solide!

Setlist Downspirit:

Intro
Good Times
The Wish
Life After Her
Get The Fuck Up
Highway Run
Love Song
Overload
Greed
Hellyeah

9 Songs später war dann auch Schluss mit Downspirit und das Publikum war heiß auf Adrenaline Mob. Diese ließen auch nicht lange auf sich warten und nach einem kurzen Intro stand eine geballte Ladung Energie auf der Bühne. Ich habe schon einige Konzerte im Laufe der Jahre gesehen, aber etwas so persönliches und so energetisches wie den Mob habe ich bisher noch nicht erlebt. John meinte vor dem Auftritt noch, dass das Gefühl auf der Bühne zu stehen für ihn mit Sex vergleichbar sei, wie eine Droge von der man nicht ablassen kann und wo man den Moment spürt. Und man sah es ihnen allen an. Nach ein paar Songs nahm sich Mike Portnoy (dr) das Mikro und stellte etwas klar, was jedem bereits klar war. Das Konzert war keine Show der Band, es war eine Party an der jeder im Saal teilhaben sollte um den Moment besonders zu machen. Ebenso erklärte Russell Allen (voc) später, dass es für ihn keine SuperGroup wäre, nur weil bekannte Mitglieder dabei wären, sondern eine Band, die alles gibt und rocken will. Um es in seinen Worten zu sagen: The music comes "[...] from our hearts to you ears!". Sicherlich einer der Höhepunkte des Konzertes war das Cover von "Come Undone", für das Floor Jansen als Gastsängerin die Bühne betrat. Einzig schade, dass dieser Song nicht noch länger dauerte. Nachdem sie das komplette Debutalbum durchgespielt hatten verließen sie die Bühne, nur um sich eine Zugabe dann nicht nehmen zu lassen. Nach einem weiteren Gitarrensolo coverten sie "High Wire" und "The Mob Rules" um sich erneut zu verabschieden. "War Pigs" wurde jedoch, zur Hälfte vom Publikum gesungen, als Zugabe zur Zugabe (sie stand nicht auf der Setlist) gespielt und nach einem intensiven Konzert verabschiedete sich der sichtlich zufriedene Mob endgütlig vom zufriedenen Publikum.

Setlist Adrenaline Mob:

Psychosane
Feelin Me
Down To The Floor
Angel Sky
Indifferent
Freight Train
Believe Me
Come Undone
All On The Line
Hit The Wall
Undaunted

Encore:
High Wire
The Mob Rules
War Pigs