Am 18.05.2012 wars dann endlich soweit. Das dritte Spectaculum Nordgavia in Parsberg öffnete die Burgtore und rockte gleich heftig mit Vroudenspil, Rabenschrey und Tanzwut los. Vor malerischer Kulisse gaben die Bands ihr Bestes und erfreuten die Fans nicht nur mit E-Gitarre und Keyboard, nein auch Flöten und Dudelsäcke kamen zum Einsatz. Nicht vergessen möchte ich die beiden Moderaten und Spielleute Pampatut. Das Duo Holger "Hopfenstreich" Hoffmann und Max von Gluchowe muss man einfach erlebt haben!

Den Anfang machten Vroudenspiel. Die 7-köpfige Band aus München spielte erstklassigen "Freibeuter-Folk", wie sie ihren Stil selbst beschreiben. Ab der ersten Sekunde verstand es die Meute die Parsberger Landratten in ihren Bann zu ziehen und legten einen musikalischen Leckerbissen nach dem anderen auf die steinerne Bühne der mittelalterlichen Burg.
Nachdem Vroudenspil das Feld räumte und kurze Umbauten nötig waren betraten Rabenschrey die Bühne. Im Jahre 2000 gegründet und wohl doch schon bekannt von Festivals wie dem Wave-Gothic Treffen, dem M'era Luna oder Wacken Open Air wandelte sich der Stil der Band 2008 vom "heidnischen Mittelalter-Folk" zum "Metalalter". Was das ist? Einfach geil! So heavy klang Mittelaltermusik noch nie. Mit Songs wie "Bilder auf die Haut", "Walhalla" und "das Templerschaf" zeigten die Jungs was Sache ist. Kurz vor 21 Uhr legte man eine Pause ein, um gleich darauf das Läuten der benachbarten Kirche mit "Hells Bells" zu begleiten. Die Menge jubelte. Die Zeit war knapp, aber dennoch liesen sie es sich nicht nehmen, ihren wohl bekanntesten Song "Hey wir sind Heiden" zum Besten zu geben.
Erneut wurde die Bühne umgestaltet und der Headliner Tanzwut folgte. Der Name ist wohl jedem Fan des Genres ein Begriff. Das Bild des Sängers "Teufel" ist wohl sehr einprägsam mit seinem extravagantem Auftreten. Medieval-Industrial-Rocker! Was es nicht alles gibt! Hammerhart und einprägsam, aber tanzbar präsentierten sie sich beim Gig in Parsberg. Und genauso energisch lief auch die Liveshow ab. Immer in Bewegung. Einfach Klasse! Einen besseren Headliner hätte dieser Abend nicht haben können.