Da redet man mit alten Bekannten aus seiner Schulzeit und erfährt so nebenher, dass sie in der eigenen Heimatstadt Festivals mit lokalen Bands veranstalten. Ist Düren  mir doch eher als Stadt des Metals in Erinnerung geblieben, so sollte das nächste Festival eher die ruhigen Töne bedienen. Das klingt doch interessant, da fährt man mal hin und wenn das Essen pünktlich kommen würde wäre ich jetzt sogar schon längst auf dem Weg.

Leider kam mein Essen nicht pünktlich und es war nicht einmal so lecker, aber als nette Konsequenz, quasi als Nachtisch, habe ich zwei Züge später nehmen dürfen und damit die erste Band, namentlich No Fear The Enemy, verpasst. Schade drum, vielleicht kann ich sie mir ja ein andermal angucken. Was mir direkt auffällt ist, dass doch relativ wenig los ist vor Ort, schade eigentlich. Zumal das Trio namens "The Very Next Day", welches aus zwei singenden Gitarristen und einer Sängerin besteht, doch eigentlich ganz gut klingt. Leider füllen sich die zwei Meter zwischen erster Reihe und Publikum bei der Band nicht mehr, was mir jedoch für meine Bilder freien Lauf lässt.
Als dritte Band des Abends betritt Rapid Strides die Bühne. Sie spielen eine interessante Mischung aus ruhigen Stellen mit harten Gitarreneinwürfen und scheinen damit das Publikum zumindest etwas besser anzusprechen, immerhin wird die Lücke zwischen Bühne und erster Reihe kürzer.
Die vierte Band des Abends zeigt, wie ruhig es wirklich werden wird. Lia Dolfus feat. Dima Shukan treten an diesem Abend begleitet von einer Cellistin auf. Sie spielen einen interessanten Mix aus Coversongs und Eigenproduktionen und treffen eindeutig den Geschmacksnerv der Hörer. Nur schade, dass das Cello nicht etwas vordergründiger eingebunden wurde.
Nach einer kurzen Umbaupause betreten dann auch KMPFSPRT als Headliner mit leichten Equipmentproblemen die Bühne. War bis jetzt noch alles still, so schlägt das Lautstärkebarometer nun doch etwas stärker nach oben aus. KMPFSPRT machen energetisch gespielte schnelle deutsche Gitarrenmusik mit Eiern. Da bin ich doch mal gespannt auf ihre live angekündigte Platte "KMPFSPRT - das ist doch kein Name für eine Band".

Was bleibt bei mir hängen? Es hat Spaß gemacht diesen ruhigen Abend erleben zu dürfen und ich hoffe, dass sich in meiner Heimatstadt noch häufiger entsprechend entspannte Konzerte einfinden werden.