Die Live Music Hall in Köln war bereits gut gefüllt als die Musik vom Band aufhörte und Alexx von Eisbrecher die Bühne betrat. Nachdem er augenscheinlich ein kurzes Telefonat mit seiner Kölner Cousine ("Jaja, die Verwandtschaft, nie hört man was, aber wenn man mal in der Gegend ist...") kündigte er dann auch die Vorband an: Lord Of The Lost.


Die Erwartungen waren hoch, wenn der Hauptact die Vorband schon ankündigt, doch eines vorweg: Lord Of The Lost wurden allen Erwartungen gerecht. Spielfreude gepaart mit guter Laune sah man den Jungs direkt an und das Publikum fieberte ordentlich mit. Höhepunkt der Show war eindeutig „Bad Romance“, ein Lady Gaga Cover mit Mitsing-Garantie, welches energiegeladen etwas entpoppisiert wurde. Nach zehn Songs wurde die Bühne dann freigemacht für den Hauptact des Abends: Eisbrecher.

Setlist Lord Of The Lost
Black Lolita
Sex on Legs
Do you wanna die without a Scar
Heart for Sale
Bad Romance (Lady Gaga-Cover)
Epiphany
Prison
Break your Heart
Dry the Rain
Eure Siege

Das Publikum begrüßte die Band welche mit dem „Exzess Express“ als Opener direkt in die Vollen ging. „Exzess Express“  war das erste aus einigen Liedern vom aktuellen Album „Die Hölle muss warten“, welche an diesem Abend den Weg in die 19 Lieder umfassende Setlist fanden.

In einer kurzen Pause begrüßte Alexx Wesselsky extra aus Frankreich angereiste Fans mit dem Anfang der französischen Nationalhymne. Im Allgemeinen bewiesen Eisbrecher mit einem gekonnten Mix aus Klassikern und neuen Stücken, dass auch in Zukunft noch mit ihnen zu rechnen sein wird. So konnten alte und neue Fans gleichermaßen zufrieden gestellt werden. Die meisten Anwesenden dürften ohnehin das neue Album genau so lieben wie die alten. War das Publikum etwas zurückhaltend, so genoss es doch eindeutig die Show und begrüßte diesen Wechselkurs im Songmaterial.

Nach „This Is Deutsch“ verließ die Band die Kölner Bühne vorzeitig, doch natürlich konnte das nicht alles sein. Mit „Kann denn Liebe Sünde sein“ begann der vier Lieder umfassende Zugabenblock, der natürlich auch das sehnsüchtig erwartete „Miststück“ enthielt. Den Abschluss des guten Konzertes stellte der Titeltrack der aktuellen Scheibe „Die Hölle muss warten“ dar.

Nach der deftigen Zugabe blieb nur das Gefühl, dass die Show ruhig noch ein paar Songs länger hätte dauern können. Schade, und dennoch: Immer wieder gern!

Setlist Eisbrecher
Exzess Express
Willkommen im Nichts
Angst
Abgrund
Verrückt
Antikörper
Leider
Herz aus Eis
Amok
Die Engel
Prototyp
Vergissmeinnicht
Schwarze Witwe
Heilig
This is Deutsch
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Kann denn Liebe Sünde sein
Ohne Dich
Miststück
Die Hölle muss warten