Zufallsfotos vom Neckbreaker's Ball, Saarbrücken

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Neckbreaker's Ball Tour

Am 09. November 2011 war die von RockTheNation veranstaltete „Neckbreaker’s Ball“ Tour 2011 zu Gast in der Saarbrückener Garage. Wie üblich war ein amtliches Line-Up zu einem erschwinglichen Preis mit dabei. Neben dem Headliner Dark Tranquillity aus Schweden waren die Folk-Metaller Eluveitie aus der Schweiz, Varg, Mercenary, Gurd und Omnium Gatherum mit von der Partie.

Omnium Gatherum, Finnland
Um die arbeitende Bevölkerung mittwochabends zeitig Richtung Betten entlassen zu können musste dementsprechend früh begonnen werden. Wenn die erste Band schon um 17:00 beginnen muss ist das natürlich auch nicht gerade vorteilhaft. So kam es, dass während des Omnium Gatherum Gigs nur 50 Leute anwesend waren und relativ verloren in der großen Halle herum standen. Die Band jedoch hat das nicht gestört, so dass den Fans pünktlich um fünf feinster Melodic-Death-Metal um die Ohren gepfeffert wurde, um sie auf das Kommende vorzubereiten. Den Gesichtern der Besucher zu entnehmen kamen Songs wie „Soul Journeys“ und „Nail“ gut an, doch Bewegung oder Stimmung kam leider kaum auf. Frontmann Jukka Pelkonen versuchte immer wieder das Publikum anzuheizen („don’t be shy, fuckers!“), was ihm jedoch nicht gelang. Seinem Dauergrinsen konnte man jedoch ansehen, dass er trotzdem Spaß hatte.


Gurd, Schweiz
Bei den Gurd ist es schon ein wenig voller, sodass das Publikum langsam auftaute und der Trash-Metal der Schweizer zünden konnte. Beginnend mit „Never Fail“ vom neuen, gleichnamigen Album wird ein gesunder Mix von neueren und älteren Songs gespielt. Dies gefiel den Zuschauern, sodass zum ersten Mal an diesem Abend ein wenig gemosht wurde. Gurd waren für DEATH ANGEL eingesprungen, welche lieber mit ANTHRAX und TESTAMENT touren wollten. Der Ersatz erwies sich als glücklicher Griff, auch wenn der ein oder andere sicherlich DEATH ANGEL bevorzugt hätte.

Setlist Gurd:
Never Fail
Your Drug Of Choice
What Do You Live For
Rising From The Ashes
Bang!
Rule The Pit
Terminate
Get Up


Mercenary, Dänemark
Als nächstes Stand dänischer Melodic-Death-Metal der Marke Mercenary an. Personell hat sich bei MERCANARY in letzter Zeit einiges getan, so haben drei Bandmitglieder ihren Dienst in der Söldnergruppe quittiert. Besonders stark fällt der Verlust des Sängers Mikkel Sandager ins Gewicht, da Basser René Pedersen der neuen Doppelbelastung noch nicht ganz gewachsen ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich das in Zukunft entwickelt. Erstmals werden Songs vereinzelt mitgesungen, Saarbrücken taut also langsam aber sicher auf.



Varg, Deutschland
Spätestens als die ersten Klänge von Varg erklingen hat sich das Aufwärmen erledigt und zum Ersten Mal an diesem Abend kann man von sehr guter Stimmung reden. Voll ist der schon mit einem Vorhang verkleinerte Raum zwar immer noch nicht, aber das wird er bis zum Ende auch nicht werden. Die Wölfe um Sänger Philipp „Freki“ Seiler schert das jedoch nicht, haben sie doch eine beachtliche Anzahl Fans mobilisieren können. Beim T-Shirt Zählen erreichte Varg unangefochten die Spitzenposition. Mit Songs wie „Wir sind die Wölfe“, „Wolfszeit“ und „Wolfskult“ treffen sie den Geschmack, insbesondere der jüngeren Zuschauer. Die häufig blutrot erleuchtete Bühne tut ihr übriges um dem Bühnengeschehen zu einem runden Gesamtbild zu verhelfen. Mit dem RAMMSTEIN Cover „Links 2-3-4“ war auch ein (für mich) unerwarteter Song dabei. Da die Band, wie auch RAMMSTEIN, immer mal wieder im rechten Spektrum angesiedelt wird war das Lied sicherlich wie einst als eine Abgrenzung von rechtem Gedankengut gedacht.


Eluveitie, Schweiz
Mit merkwürdigen Instrumenten, aber doch deutlich härter als Folk-Rock, treten Eluveitie auf: Dudelsack, Drehleier, Fiedel, Flöte und diverse andere eher genrefremde Instrumente finden hier Verwendung. Ein Konzept was aufgeht, so wird vom ruhigen Akustikset bis zur puren Metalshow alles möglich. Die Mischung macht’s halt und das Saarbrückener Publikum sah das ganz ähnlich. So brauchte es keine auffordernden Worte um das Publikum zum Abgehen zu bewegen.  Auch die Ankündigung für das neue Album „Helvetios“ (VÖ: 2012) wurde begeistert aufgenommen. Das Set berücksichtigte sowohl ältere Stücke wie „Your Gaulish War“, aber auch Tracks vom noch aktuellen Album „Everything Remains (As It Never Was)“ waren vorhanden. Der absolute Hit „Inis Mona“ wurde natürlich besonders euphorisch gefeiert, sodass der Gig der acht Schweizer viel zu schnell vorbei war.

Setlist Eluveitie
Intro
Everything Remains (As It Never Was)
Nil
Inis Mona
Slania's Song
Quoth of The Raven
Song Of Life
Your Gaulish War
Kingdom Come Undone
The Somber Lay
Tarvos
Tegernako


Dark Tranquillity, Schweden
Wenn es eine Band gibt, die auf jeden starken Auftritt einen stärkeren drauf setzt, dann sind es Dark Tranquillity. Die sympathischen Jungs aus Schweden wirken immer gut gelaunt und insbesondere Mikael Stanne scheint so glücklich, wie bei seinem ersten großen Auftritt. Diese Laune springt auch binnen Sekunden auf das Publikum über, sodass der Opener „Terminus (Where Death Is Most Alive)“ direkt die Köpfe kreisen lässt. Entlastung der Genickmuskeln ist für die nächsten 70 Minuten auch nicht eingeplant: Mikael sagt von vornherein, dass sie sich das lästige von der Bühne gehen und auf „Zugabe“-Rufe warten schenken werden, um die 70 Minuten komplett auszunutzen. Sehr vernünftig! Bei „The Mundane And The Magic“ kommt Gastsängerin Nell Sigland (von THEATRE OF TRAGEDY) leider nur vom Band, aber etwas anderes hat auch niemand erwartet.
Dark Tranquillity spielen einen repräsentativen Querschnitt durch ihr bisheriges Schaffen, doch bleiben einige Wünsche unerfüllt. Bei der Fülle an Material und der doch sehr begrenzten Spielzeit ist dies jedoch nicht anders möglich, doch dürften alle Fans auf ihre Kosten gekommen sein. Als die letzten Noten von „The Fatalist“ verklangen konnte das Publikum auf ein erstklassiges Konzert zurück blicken.

Setlist Dark Tranquillity
Terminus (Where Death Is Most Alive)
In My Absence
The Treason Wall
Lost To Apathy
The Wonders At Your Feet
The Mundane And The Magic
Monochromatic Stains
The Sun Fired Blanks
Zero Distance
The Final Resistance
Misery's Crown
The Fatalist

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