Zufallsfotos vom Heidenfest 2011 im Münchner Backstage

Weitere Fotos vom Konzert gibt es hier->

Finntroll, Turisas, Alestorm, Arkona, Trollfest, Skalmöld

Das noch recht junge Heidenfest, bestehend seit 2008 versprach im Vorfeld großes. Ob alles auch wirklich so war könnt ihr hier nachlesen. Das Line-up bestand aus SKÁLMÖLD, TROLLFEST, ARKONA, Alestorm, Turisas und schließlich Finntroll. Nach knapp zweistündiger Anreise und einer kurzen Zwischenpause in einem Fastfood  Lokal gings dann zum Backstage Werk. Der Einlass ging fix und so machten wir uns nach kurzem Aufenthalt an den Shirt-Shops und an der Bar, vor zur Bühne.

 

Es dauerte nicht lang und die isländischen Jungs von Skalmöld betraten die Bühne. Sie zogen das Publikum sofort in ihren Bann, was ich von den ersten Bands eigentlich so nie gewohnt war. Die Songs gingen eindeutig in Richtung Folk/Viking-Metal und stammten vom diesjährigen Debut Album „Baldur“. Angenehm angetan war ich vom sauberen Sound der Gruppe, der immer stimmig und recht atmosphärisch rüber kam.

Trollfest stürmten die Bühne. Was für ein Spaß! Es muss ja nicht immer alles bierernst zugehen und genau das tat es auch nicht. Lustig verkleidet kam Sänger Jostein „Trollmannen“ Austvik daher. Der trollige Sound kam aus echten Folkinstrumenten und man vernahm sogar teilweise Walzerklänge. Da kommt Laune auf, zum Schunkeln gabs trotzdem nichts. Dafür wollten ca 20 Fans anscheinend durch „Kreisrennen“ einen Tornado erzeugen, es gelang ihnen nicht, aber hob die Stimmung. Funmetal beschreibt die Stilrichtung der Norweger wohl am ehesten.

Masha "Scream" Archipova und der Rest der Arkona Bande brachen nun herein und legten auch gleich volle Kanne los. In authentischer Gewandung gab die Gruppe ihr Bestes und nicht nur „Goi, Rode, Goi!“ war hörenswert. Flötentöne und Gitarrenriffs untermalten den schreienden Gesang der Frontfrau Masha, die wirklich alles gab. Körpereinsatz zählt für sie genau so viel wie gesangstechnische Leistung. Ein Auftritt der es in sich hatte!

Einen Auftritt der besonderen Art legte auch Christopher Bowes von Alestorm hin. Zumindest was die Optik angeht. Was zum Teufel bewegt einen Metaller in gelben Hosen auf die Bühne zu treten? Da ich Alestorm vorher noch nicht live gesehen hatte, auch zugegebenermaßen nur aus diversen Youtube Videos kannte, hatte ich eine etwas andere Erwartungshaltung von der Band. Soundtechnisch haben sie aber durchaus überzeugen können. Und darum geht’s ja schließlich auch. Als sehr abwechslungsreich würde ich die Klänge der Band beschreiben. Einflüsse aus dem Power Metal Bereich findet man zu Hauf, untermalt von herrlichen Keyboardmelodien die etwas den Folk Metal Charakter herausheben.

Setlist:
Back Through Time 
Shipwrecked 
Wenches & Mead 
Captain Morgan's Revenge 
The Sunk'n Norwegian 
Death Throes of the Terrorsquid 
Wolves of the Sea 
(Pirates of the Sea cover)
Keelhauled 
Rumpelkombo

Es folgte Turisas. Jap! So muss das aussehen! So sieht eine bessere Bühnenshow aus! Die Mannen rund um den Sänger Mathias „Warlord“ Nygård kamen alle stilecht daher und zauberten gar grandiosen Metal  aus ihren Instrumenten. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als „Battle Metal“ und ist hauptsächlich eine Mischung aus epischem Viking Metal und Folk Metal. Die Bilder, zu finden in der Metalviecher Galerie zeigen wohl auch deutlich um was es der Band geht. Sie wirken einfach bombastisch auf der Bühne. Das letzte Album „Stand up and fight“ von Anfang 2011 spaltet wohl die Fangemeinde ein wenig, aber hört besser selbst mal rein. Meinen Geschmacksnerv haben sie vollends getroffen, weiter so!

Setlist:
The March of the Varangian Guard 
One More 
The Great Escape 
Stand Up and Fight 
Sahti-Waari 
To Holmgard and Beyond 
Rasputin  (Boney M. cover)
Battle Metal

Der Headliner Finntroll kommt aus Helsinki. Inhaltlich orientiert sich die Band neben Trollgeschichten an Natur-, Kriegs- und heidnischen Thematiken. Die Texte basieren teilweise auf existierenden Trollmythen und handeln von diversen Königen und Stämmen der Trolle. Eine kleine Ausnahme macht da das letzte Album, hier geht es mehr um das Thema Tod und die nordische Mythologie. Als Headliner einfach eine Wucht. Songs wie „Solsagan“, „Under bergets rot“ oder „Trollhammaren“ begeisterten das Publikum unglaublich. Etwas mehr melodische Parts würd ich mir wünschen, sind aber nicht jedermanns Sache. Finntroll sind auf jeden Fall einen Konzertbesuch wert!

Setlist:
Avgrunden öppnas
Manniskopesten  Kitteldags 
Nattfödd 
Nedgång 
Solsagan 
Slaget vid blodsälv 
Midnattens widunder 
Under bergets rot 
Insects  (Oingo Boingo cover)
The God That 
Trollhammaren 
Rivfader

Encore:
Jaktens tid 
Segersång

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