Zufallsfotos vom Hilfe die Schweden kommen: Skullfist, Enforcer und Bullet im Underground Köln 12.04.11

Weitere Fotos vom Konzert gibt es hier->

Bullet, Skull Fist, Enforcer

Es war fast als wäre man in eine Zeitmaschine gesprungen und direkt in den 80ern ausgestiegen. Fast nur deshalb, weil größere Teile des Publikums zwar die 80er aktiv erlebt hatten selber aber nicht mehr so ganz taufrisch aussahen.

Die Kutten-Dichte war in der sympathischen Halle des Kölner Undergroundes extrem hoch was das 80er Jahre Feeling noch einmal extrem erhöhte.  Wirklich voll war es allerdings noch nicht als Skull Fist die Bühne betraten. Nach einem kurzen Blick auf die Band war klar dass nicht nur das Publikum in den 80ern hängen gelieben war.
Auch die Band, deren Herausstellungsmerkmal eine weibliche und nett anzusehende Schlagzeugerin ist, sah aus als käme sie direkt aus dieser Epoche. Aus dem fernen Kanada hatte sich die Truppe aufgemacht und jagte ein Metal Riff nach dem anderen durch die Amps. Dabei erwiesen sich die Kanadier wesentlich agiler als so manche Ihrer Kollegen. Ständig musste man in der ersten Reihe unter Gitarrenhälsen wegtauchen. Die Stimmung war einzigartig und man hatte das Gefühl einem Heavy-Metal Wirbelsturm zu stecken.  Schade nur dass Skull Fist nicht die Zugabe "Angel Witch" welche in Essen zu ihrem Programm gehörte gespielt haben. Wer 80er Metal mag, für den sind Skull Fist ein echter Geheimtipp.
Ähnlich energiegeladen ging es dann mit dem schwedischen -  jetzt hätte ich doch fast Urgenstein geschrieben, so überzeugend kamen die Jungs rüber - Metal Ensemble Enforcer weiter. So langsam dämmerte mir dass es sich bei der Veranstaltung um eine Themenparty handeln muss, denn auch hier wurde 80er Metal aller erster Güte geboten. Die Jungs gaben sich sogar erhebliche Mühe den schweißtreibenden Auftritt von Skullfist noch zu überbieten. So überraschte es dann nicht, dass sich Gitarrist Joseph zwischendurch auch mal mit seiner Gitarre ins Publikum verabschiedete um auch den hinteren Reihen mal ein paar Einblicke in seine Fähigkeiten zu geben.
Nachdem Skull Fist und Enforcer die Menge schon ordentlich angeheizt hatten ging es dann mit Bullet weiter. Die Schwedenwaren ordentlich heiß darauf Köln zu rocken, das konnte man merken. Und Köln war ordentlich heiß auf Bullet. Der Underground war inzwischen recht voll und als die ersten Klänge der Highway Pirates erklangen rastete die Menge aus.  Pommesgabeln, fliegende Matten und eine hoch energetische Band, das macht ein Bullet-Konzert aus. Aufgeheizt wurde die Atmosphäre in der Halle nicht nur durch den für Bullet typischen Hardrock sondern auch durch Flammensäulen die im Takt hochschossen und die Bühne in ein oranges Licht tauchten. Köln weiß wie man feiert und so rockte man sich durch ältere Songs wie Heading for the top und Rambling man, aber auch Songs vom neuen Album waren mit auf der Setlist.  Alles in allem ein sehr geiler Abend, bei dem ich eine Menge Spaß hatte, auch wenn meine Kamera das ein oder andere mal fast durch einen Gitarrenhals gestorben wäre.


Setlist Bullet:
Highway Pirates
Back on the road
Turn it up loud
Stay wild
Rambling man
Roadking
Heading for the top
One deal with the devil
Instrumental
Dusk til dawn
Pay the price
Bite the Bullet

{gallcatlink=1000}