Silverstein benötigten kein großes Marketing, um eine weltweite Fanbasis für sich zu gewinnen. Fast ausschließlich durch Mundpropaganda und dank eines randvollen Tourneeplans ist es den Kanadiern gelungen, rund eineinhalb Millionen Tonträger zu verkaufen. Nachdem das Quintett zuletzt mit dem überaus intensiven, kompromisslosen Album „Rescue“ überzeugte, lieferten sie in diesem Jahr mit „Short Songs“ ein Mini-Album mit 22 sehr kurzen Songs ab. Das nächste reguläre Werk ist bereits in Arbeit und dürfte zur Tournee im Frühjahr veröffentlicht werden. Für die Konzerte vom 10. bis 14. April in München, Berlin, Hamburg und Köln konnte zudem ein starkes Support-Programm verpflichtet werden: Neben Silverstein können sich die deutschen Fans auf die Post-Hardcore-Größen Funeral For A Friend und The Tidal Sleep freuen.

In Burlington/Ontario, einer Vorortgegend von Toronto, gibt es für junge Menschen kaum Perspektiven. Shane Told (Vocals), Richard McWalter und Josh Bradford (Gitarren), Bill Hamilton (Bass) sowie Paul Koehler (Drums) flüchteten daher in die Musik. Sie waren nicht nur von der Betulichkeit ihrer Heimatstadt angeödet, sondern auch von dem, was um die Jahrtausendwende in Sachen Rockmusik geschah: Gleichförmigkeit, Schubladendenken und wenig Mut, über den künstlerischen Tellerrand zu schauen. Innerhalb der ersten beiden Jahre nahmen sie zwei selbstproduzierte EPs auf. Richard McWalter wurde schließlich durch Neil Boshart ersetzt.

Durch diese Veröffentlichungen, die ansatzweise bereits von ihrer Experimentierlust und genreübergreifenden Musikalität zeugten, wurden zahlreiche Labels auf Silverstein aufmerksam. 2003 erschien ihr Debütalbum „When Broken Is Easily Fixed“, das vom Fleck weg begeistern und ohne Werbung über 200.000 Exemplare verkaufen konnte. Auch ihr Enthusiasmus für Live-Konzerte hält bis heute an: Mehr als 1600 Auftritte absolvierten Silverstein in den letzten zehn Jahren, wobei es von Vorteil war, dass sich ihr Sound kaum kategorisieren lässt. So tourten sie mit Metal-, Emo-, Hardcore-, Alternative Rock- und Punk-Bands und immer schien ihre facettenreiche, ausufernde Musik perfekt zu passen.

Fast im Jahresrhythmus erschienen die beiden nächsten Alben „Discovering The Waterfront“ und „Arrivals & Departures“. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Band annähernd eine Million Longplayer verkauft. Nicht zuletzt dank des überwältigenden Konzeptalbums „A Shipwreck In The Sand“ von 2009, das in vier Kapiteln von den Ursprüngen menschlicher Sehnsüchte und Hoffungen berichtete. 2011 folgte das kraftvoll-kompromisslose „Rescue“, das stilistisch sowohl eine Rückbesinnung als auch einen Blick in die Zukunft des Post-Hardcore bot.

Im Februar folgte die nächste überraschende Veröffentlichung: Auf „Short Songs“ finden sich 22 Post-Hardcore-Kracher mit Spielzeiten von unter 90 Sekunden. Die Hälfte der Songs sind Coverversionen von Punk-Klassikern, die Silverstein stark beeinflusst haben. Aktuell arbeitet das Quintett am neuen Album, das im Frühjahr erwartet wird. Seinen Sound entwickelt das Quintett stets weiter: Von wilden Screamo-Elementen über hitzige Metalriffs, vertracktem Post-Hardcore und komplexen Songstrukturen bis hin zu kunstvoll direkten Melodien geht die spannende Reise. Mit einer Wucht, die ihresgleichen sucht.

Termine "This Is How The Wind Shifts" Tour

10.04.2013 München / Backstage Werk     
11.04.2013 Berlin / Postbahnhof     
12.04.2013 Hamburg / Markthalle     
13.04.2013 Köln / Live Music Hall

Special Guests: Funeral For A Friend & The Tidal Sleep

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