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Nach dem Rockstad:Falun, einem Metal/Rock Festival in Falun (Schweden) hatte ich die Gelegenheit mit Joakim Brodén von Sabaton zu reden. Joakim stand mir über eine Stunde Rede und Antwort nachdem ich Ihn mit einem Bier bestochen hatte. Das Ergebnis war so umfangreich, dass ich das Interview in zwei Teile aufteilen musste denn sonnst hätte es den Rahmen sicher gesprengt. Joakim hat mir einige interessante Sachen zum aktuellen Album, einer lang ersehnten Live-DVD und einigen anderen Geheimnissen aus dem Hause Sabaton verraten. Es lohnt sich also weiter zu lesen!

 

Der zweite Teil des Interviews folgt dann in Kürze.


 

MARCUS: Hallo Joakim, setz Dich, nimm Dir ein Bier aber bitte behalte Deine Hosen an!

JOAKIM: Hallo (lacht)

MARCUS: Mit dem Album "Coat of Arms" habt Ihr euch für eine weitere Geschichtsstunde gewappnet. Im Gegensatz zum eher trockenen Geschichtsunterricht macht es Spaß euch zu zuhören und Ihr sprecht auch Themen an über die gerne geschwiegen wird. Ihr habt schon erklärt dass viele Inspirationen von Euren Fans, dem Panzer Battalion, kommen. Habt ihr damit gerechnet, dass das so gut klappt?

JOAKIM: Um ehrlich zu sein, nein. Ich habe gedacht wir würden mehr dämliche Vorschläge bekommen. Ich meine es kamen zwar einige Vorschläge wie "Ich habe alle Eure Alben, Ihr solltet endlich mal einen Song über den D-Day machen".  (Anm. Redaktion: Mit Primo Victoria gibt es bereits einen Song über den D-Day)
Offensichtlich war das nicht unbedingt eine der cleversten Ideen, aber davon kamen nur sehr wenige. Die meisten Ideen und Vorschläge waren Schlachten und Ereignisse von denen wir zuvor nie gehört hatten. Wir dachten wir kennen uns in der Thematik super aus, aber es hat sich herausgestellt das wir gar nichts wissen. Unter den Vorschlägen waren so viele wichtige Events, Momente die so maßgeblich waren, dass ich gedacht habe "Verdammt, wieso wusste ich nichts davon?".  Um ehrlich zu sein, die Vorschläge haben nicht nur gereicht um ein verdammt gutes Album zu machen. Ich habe nun auch tonnenweise Geschichten über Schlachten zum Durchlesen wenn wir auf Tour sind.

MARCUS: Als ich mich für das Interview vorbereitet habe, hatte ich das Album noch nicht vorliegen. Ich  musste mich also mit den Songs begnügen die Ihr auf MySpace hinterlegt hattet, bevor ich eine legale Kopie des Albums in die Finger bekommen habe. Ich schätze eine ganze Menge Leute wird das Album bei MySpace in akzeptabler Qualität runtergeladen haben. Seht ihr da kein Risiko drin, das ganze Album ohne Einschränkungen im Internet zu veröffentlichen?

JOAKIM: Naja,.. Es landet doch eh im Internet. Und es ist uns lieber wenn Leute auf unsere MySpace-Seite gehen als wenn Sie sich das Album bei PirateBay oder sonst wo herunterladen. Selbst wenn die Leute es nicht bei MySpace runterladen, man kommt immer irgendwie an eine illegale Kopie. Also muss man, wenn man ein Album produziert, dafür sorgen das es so gut ist, dass die Leute es kaufen wollen. Das ist kein Problem dass man mit Anwälten regeln kann. Die Leute müssen sich gut fühlen wenn sie das Album kaufen.

MARCUS: Wo wir gerade beim Thema sind.. Was ist dein Lieblingssong auf "Coat of Arms"?

JOAKIM: Das wechselt von Tag zu Tag. Es ist echt schwer da eine Entscheidung zu treffen. Das ist ja fast schon so als würdest Du einen Vater fragen welches seiner Kinder er am liebsten hat. Ein Vater wird jedes seiner Kinder gleich lieben, egal ob eins behindert ist oder nicht so schlau oder nicht so schön. Wenn ich mich wirklich entscheiden soll würde ich mich, abhängig von meiner Stimmung, auf 2 Songs festlegen: Wenn ich eher in einer Party-Laune bin würde ich wahrscheinlich Coat of Arms wählen. Wenn ich in einer dunkleren, depressiveren  Stimmung wäre würde ich "The Final Solution" wählen.

MARCUS: "The Final Solution" ist auch einer meiner Lieblingssongs auf dem Album. Der Song schafft es sehr gut diese bestimmte düstere Stimmung zu transportieren die einen bei dem Thema Holocaust ergreift. Der Song ist wirklich schwer zu schlucken. Ich meine, für mich als Deutschen ist der Thema natürlich noch schwieriger als für andere. Der Song macht einen wirklich sehr betroffen.

JOAKIM: Oh! "Final Solution" zielt jetzt nicht wirklich auf die Deutschen ab. Wir wollen nicht auf den Deutschen rumhacken, sondern eher auf den Nazis damals.

MARCUS: Ich hab den Song auch nicht so empfunden. Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen das Sabaton auf den Deutschen rumhacken. Was ich meinte war eher das der Song sehr starke Emotionen weckt, weil das Thema so tragisch ist.

JOAKIM: Weißt Du.. Ich denke, dass diejenigen  die sich diesen Song anhören, die Texte verstehen und sich ein wenig mit dem ganzen Thema auseinandersetzen und sich dabei nicht schlecht fühlen entweder sehr dumm sind, oder eben Nazis. Der Holocaust war ein so verdammt schlimmes Ereignis.. Ich meine diese Millionen Menschen die damals Ihre Leben verloren haben.. Wenn Du da mal drüber bewusst nachdenkst.. Nicht nur der Song "The Final Solution" sondern die ganze Geschichte des Holocaust. Das ist eine so schlimme Sache.. wenn Dich das nicht betroffen macht, dann muss mit Dir etwas sehr, sehr falsch gelaufen sein.

MARCUS: War es sehr schwer diesen Song zu schreiben? Ich meine das Thema ist sehr ernst und berührt viele Menschen. Ihr musstet schließlich sicherstellen das den Song niemand falsch versteht.

JOAKIM: Ja, das ist wahr. Das war überhaupt der erste Song bei dem wir, Pär und ich, diskutiert haben ob wir den machen können. Wir mussten wirklich überlegen "Können wir das wirklich singen?". Bereits davor haben sich Leute bei uns beschwert dass wir "The Art of War" mit dem Song "Ghost Division" eingeleitet  haben, weil er von Nazis handelt. Aber das hat uns nicht wirklich interessiert.  Dieses Mal jedoch mussten wir wirklich eine Pause machen und nachdenken.
Wir haben lange gebraucht uns dafür zu entscheiden die Zeile "Enter the Gates, Auschwitz awaits" zu benutzen. Andererseits haben wir vieles ausprobiert, aber keine andere Zeile hat die Aufmerksamkeit der Hörer so drastisch eingefangen. Wir hätten stattdessen sicher auch einige sphärische Chöre einsetzen können, aber so wie der Song jetzt ist.. Wenn Du den Song im Hintergrund laufen lässt und Du achtest nicht auf den Text, dann  springt Dich diese Textzeile definitiv an. Und dann wirst Du dich fragen ob wir wirklich gerade "Auschwitz" gesungen haben und genauer zuhören oder in den Lyrics herausfinden worüber der Song ist.
Was wir allerdings gar nicht wollen ist, eine YouTube Aufzeichnung von uns zu sehen, wie wir die angesprochene Zeile ins Publikum schmettern. Denn das kann wirklich falsch verstanden werden, wenn man die Zeile aus Ihrem Kontext rausnimmt.

MARCUS: Die meisten Eurer Songs handeln vom ersten oder zweiten Weltkrieg. Habt ihr auch schon darüber nachgedacht aktuellere Ereignisse in euer Repertoire aufzunehmen?

JOAKIM: Wir haben einige aktuellere Themen in unseren Songs, aber die meiste Zeit sind junge Ereignisse noch eine offenen Wunde und viele Leute könnten daran Anstoß nehmen wenn wir unsere Songs darüber schreiben. Aber noch viel wichtiger ist, dass noch nicht alle Fakten bekannt sind weil Konflikte vielleicht noch andauern. Vielleicht schreiben wir in 5 Jahren über diese Ereignisse. Dass heißt natürlich nicht, dass wir das so machen müssen, aber für mich sind der Erste und Zweite Weltkrieg so weit weg, dass es hier keine offenen Wunden mehr gibt und noch Leute leben welche die Geschichten erzählen können. Unsere Songs sind mehr Fakten als Fiktion. Wenn man zu weit in die Vergangenheit geht hat dreht sich das ganze plötzlich um. Vielleicht machen wir aber auch mal ein Album das nicht vom Krieg handelt, wie so eine Art Waffenstillstand (lacht).

MARCUS: Habt Ihr doch schon!

JOAKIM: Ja stimmt, gut aufgepasst! Unser erstes Album, welches wir...2002 aufgenommen haben. Wir haben zwar schon diskutiert ob wir ein kriegsfreies Album machen sollen wissen aber noch nicht wie das nächste Album aussehen soll. Wir könnten eventuell einige Songs über den alten schwedischen Krieg von 1700 machen. Das könnte allerdings hier in Schweden etwas schwer werden, denn die Zeit wird immer dem Rechtsextremistischen Flügel hier in Verbindung gebracht. Ich denke aber dass uns inzwischen niemand in Schweden mehr für Nazis halten würde.

MARCUS: Ich halte es eigentlich für eine gute Sache, dass ihr Euch nicht für die typische Power-Metal Thematik entschieden habt. Wenn ihr jetzt über das Mittelalter singen würdet und die Vocals vielleicht noch etwas höher wären... Dann würde Euch nichtmehr so viel von einer normalen Power Metal Band unterscheiden. Zumindest würden das die Leute so auffassen. Die Art wie Du singst, Eure Themen bis hin zur kompletten Performance.. Ich denke das macht den Unterschied zwischen Euch und anderen Bands aus. Ihr geht ja total ab und man sieht Euch an dass Ihr total viel Spaß habt. Andere Bands stehen oft nur rum und bewegen sich keinen Millimeter.

JOAKIM: Ich liebe es auf der Bühne zu stehen und wir geben bei jeder Show extra viel Gas. Ich kann es echt nicht nachvollziehen wenn eine Band auf die Bühne geht, ihre eigene Musik spielt und sich dabei nicht bewegt. Diese Typen müssen total dämlich sein. Ich kann es nicht verstehen das man eine Menge Leute vor sich haben kann, die auf die Musik abgeht und man selber steht da und bewegt sich nicht. Ich lasse es ja noch gelten wenn man Anfänger und nervös ist. Aber ein Profi der im Jahr 50 oder 100 Shows spielt, dessen Beine nicht abfallen und der sich nicht auf der Bühne bewegt.. Solche Typen sind meistens Arschlöcher die nur auf das Geld scharf sind.

MARCUS: "Coat of Arms" ist ja nun Euer fünftes Album, gibt es endlich die Chance auf  ein Live-Album oder eine Live-DVD? Ich weiß nämlich das Eure Fans, mich eingeschlossen, total heiß darauf sind ein Live-Album in die Finger zu bekommen.

JOAKIM: Das sind wir auch! Die Gründe für die Verzögerung sollten offensichtlich sein. Wir haben kürzlich das Label gewechselt (Anm.: zu Nuclear Blast). Und in den Wechsel waren Anwälte involviert. Wir haben uns dazu entschlossen, da wir zum Ersten einen Arsch voll Material haben und zum Anderen unsere Fans schon so lange warten, sicherzustellen das diese DVD ein verdammter Motherfucker unter den DVDs sein soll. Ich glaube der Plan ist es mindestens 3 oder 4 DVD's in das Paket zu packen mit einem Minimum von 2 kompletten Shows. Vielleicht packen wir sogar Clips von unseren ersten Shows mit dazu. Es ist unglaublich wie viel Material wir haben.  Vieles davon lag in unseren Wohnungen rum und als einer von uns umgezogen ist, fingen wir damit an das ganze Zeug im Proberaum zu lagern. Als wir "The Art of War" produziert haben, haben wir uns das Material in den Pausen  reingezogen. Da ist ziemlich viel lustiger und verrückter Kram dabei. Also folgendes ist der Plan: Eine verdammt geile DVD aus der Hölle.

MARCUS: In der Vergangenheit wart Ihr eigentlich permanent auf Tour. Warum tourt Ihr Euch eigentlich so den Arsch ab? Keinen Bock auf zuhause?

JOAKIM: Richtig (lacht)! Das ist dass, was wir mögen. Für mich selber ist das Touren eines der Dinge die mir den Kopf frei machen. Wenn ich auf der  Bühne stehe existiert kein vorher oder nachher. Es existiert für mich nur das Jetzt. Wenn ich von der Bühne komme bin ich oft erschöpf, aber nie verärgert. Auch nicht wenn mal etwas nicht so glatt gelaufen ist wie ich es mir gewünscht hätte. Das säubert unser System für eine Weile. ich weiß, dass ist für die anderen Jungs auch so. Unglücklicher weise haben wir vor kurzem Zeitgleich unseren Booker und das Label gewechselt. Gleichzeitig waren wir mit einem Videodreh beschäftigt, den wir schon zwei Mal verschieben mussten. Und dieses Festival hier in Falun (Rockstad:Falun) wollte ja auch noch organisiert werden.. Das ist eine Menge Stress für uns. Sabaton hat kein Management, alles wird von Pär und mir gemacht. Wahrscheinlich war ich die vergangenen 6 Monate der schlimmste Freund der Welt. Wenn ich wach werde, brauche ich ungefähr eine Stunde, dann bin ich aus dem Haus. 18 Stunden später komme ich nach Hause und falle dann eigentlich nur noch tot ins Bett...

MARCUS: Mit so vielen Aufgaben und so viel Verantwortung musst Du ziemlich gut sein, was Zeitmanagement betrifft...

JOAKIM:  Nun... ich bin diesbezüglich ziemlich schlecht, darum hab ich auch nie Zeit..

MARCUS: Aber wenigstens bekommst Du das alles gestemmt...

JOAKIM: Richtig, aber nur gerade so eben. Aber ich weiß , dass wir das meiste geschafft haben. Es kommen noch einige Deadlines die wir packen müssen, aber nach dem ersten August habe ich erst mal Ruhe. Wenn mich dann jemand fragt ob ich was für ihn erledigen kann werd ich ihm sagen dass er sich verpissen soll! (lacht)

MARCUS: Um nochmal auf Eure Tour zurück zu kommen... Während der "Art of War Tour" wart Ihr  ja mit den Grailknights unterwegs. Zieht Ihr in Betracht nochmal mit den Jungs auf Tour zu gehen?

JOAKIM: Ja! Definitiv! Um ehrlich zu sein, eigentlich wollten wir die Jungs fragen ob sie für die kommende Tour Zeit haben, aber wir fanden dass es nicht schlau ist die selbe Band auf 2 aufeinander folgenden Touren mit dabei zu haben. Darum haben wir dieses Mal Alestorm als Waffenbrüder gewählt.  Aber wenn die Grailknights noch interessiert sind, werden wir sie für die nächste Tour fragen. Ich rede wirklich gerne mit den Typen, denn  die Knights sind eine der wenigen Bands  wo alles gepasst hat. Ein ziemlich bekloppter Haufen auf der Bühne, aber auch vor/nach der Show. Weißt Du, viele "lustige" Typen saufen sich Backstage besinnungslos oder sind einfach nur langweilig wenn sie von der Bühne kommen. Bei den Grailknights hat einfach die Chemie gestimmt, sie sind sehr humorvoll und waren absolut nicht dass was wir erwartet haben als wir das erste Video von denen gesehen haben. Als wir die Jungs auf dem "Queens of Metal" getroffen haben wussten wir schon nach 5 Minuten dass wir auf einer Wellenlänge liegen.

MARCUS: Das liegt wahrscheinlich daran, dass Ihr selber auch ein ziemlich bekloppter Haufen seid! Deswegen seid Ihr wahrscheinlich auch so erfolgreich. Und wegen Eurer Nähe zu den Fans.

JOAKIM: Weißt Du,  Erfolg ist eine gute Sache und man muss dafür sehr hart arbeiten. Die meisten anderen Bands, mit denen wir auf Tour Kontakt hatten, arbeiten sich echt den Arsch ab und sind echt nette Typen. Du kannst immer irgendwelche Arschlöcher treffen, aber das sind meistens Leute die sehr, sehr schnell ins Geschäft eingestiegen sind.  Leute die in kurzer Zeit sehr weit kommen und ein entsprechendes Management und eine große Promotion-Maschine im Hintergrund haben. Bei denen knallt dann oft eine Sicherung durch, darum findet man in dem Bereich viele Arschlöcher.

MARCUS: Woran ich jetzt gedacht habe war, das Ihr nach der Show kaum eine Gelegenheit verpasst Hände zu schütteln, Autogramme zu schreiben oder auch das ein oder andere, vielleicht nervige, Gespräch zu führen. Ihr seid immer freundlich und fröhlich, aber niemals angepisst.

JOAKIM:  Naja, manchmal bin ich etwas genervt, aber nicht auf die Art die Du vermutlich  meinst. Ich bin manchmal ein wenig neidisch auf Oskar und Rikkard, weil die beiden nur für die Show anwesend sein müssen. Davor und danach können sich die beiden Bands anschauen oder einfach mit Freunden Spaß haben. Das nervt mich schon ein wenig, denn ich bin hier (Anm. auf dem Rockstad:Falun) immer sehr gestresst und habe oft nicht einmal die Zeit Leute zu begrüßen. Bei einer normalen Show ist es aber meine freie Entscheidung. Wenn ich aus dem Backstage Bereich rausgehe, wenn irgend ein Musiker aus dem Backstage Bereich rausgeht um sich andere Bands an zu sehen oder ein Bier zu trinken und sich dann darüber aufregt Hände schütteln zu müssen.. Das ist schon seltsam. Wenn die Leute da keinen Bock drauf haben sollen sie doch bitte Backstage bleiben und ihren Frust nicht an den Fans auslassen. Wir mögen es sehr unsere Fans zu treffen, das ist kein PR-Trick oder sowas. Wir genießen das einfach. Leider kann ich mich nicht jede Nacht ins Getümmel stürzen wenn wir auf Tour sind. Das Touren beeinflusst meine Gesundheit ziemlich stark also kommt es auch schon mal vor, dass ich direkt in den Bus flüchte.

MARCUS: Wenn Du die Chance hättest mit Deinen Lieblingsmusikern eine Band zu gründen, wen würdest Du dann auswählen? Bandmitglieder von Sabaton darfst Du nicht nehmen!

JOAKIM: Hm.., können sie schon tot sein?

MARCUS: Klar!

JOAKIM: Okay, dann wähle ich  meine Lieblingsband... Ronny James Dio für den Gesang,  ich würde Keyboard spielen.. Dann noch 2 Gitarren: Ritchie Blackmore und Tony Iommy! Um ehrlich zu sein würde ich Rainbow wählen. Mit mir als zusätzlichem Keyboardspieler und Tony Iommy als 2. Gitarre.

MARCUS: Was war für Dich der peinlichste Moment auf der Bühne?

JOAKIM: Oh (lacht)! Da gab es so viele! Ich erinnere mich nicht mehr. Es gab zwar viele peinliche Momente, aber keine wirklich guten. Weißt Du, das Problem ist einfach das normale Leute es wohl peinlich finden würden wenn sie auf der Bühne ihre Hose verlieren und man alles sehen kann. Das ist mir mal bei einer Show passiert. Aber das war mir nicht peinlich. Das ist wohl das peinliche daran: Ich mache peinliche Dinge auf der Bühne, aber sie sind mir nicht peinlich (lacht).

MARCUS: Und der Moment der Dich am meisten beeindruckt hat?

JOAKIM: Das ist einfach! Ein Treffen mit Sterling Cale, einem Weltkriegs-Veteran der Pearl Harbor überlebt hat. Das war das erste Mal in 5 Jahren und das letzte Mal, dass ich mir ein Autogramm geholt habe. Das war im April oder May 2008. Wirklich cooler Typ! Der hat was getan das wirklich wichtig war. Er verdient es Autogramme zu schreiben, nicht wir die ständig auf Tour sind und Bier trinken.

 

Der zweite Teil des Interviews kommt in Kürze!