Vor einigen Wochen  haben wir dem Metal for Mercy beigewohnt, einem Benefizfestival das es sich zur Aufgabe gemacht hat,  gemeinnützige Einrichtungen zu unterstützen.


Wir hatten die Gelegenheit einige Worte mit einem der Initiatoren des Festivals, Florian Curnitz, zu sprechen.

 

 

Marcus: Hallo Florian, Worum geht es beim Metal for Mercy?

Flo: Das Metal For Mercy ist ein Benefizfestival, das Sozialeinrichtungen in der Umgebung von Witten (NRW) und Deutschland weit unterstützen soll - auch ohne besonderen aktuellen Anlass. Außerdem soll die Metalszene so in einem besseren Licht im Fokus der Öffentlichkeit erscheinen.

Marcus: Gibt es das Metal for Mercy schon lange?

Flo: Unser Festival gibt es seit 4 Jahren. Das erste Metal For Mercy Festival fand am 11.09.2004 in der Wittener Werk°Statt statt.


Marcus: Wer hatte die idee zum Metal for Mercy?

Flo: Die Idee zu dem Benefizfestival hatten ich und Carina Buswell.

Marcus: Wie kam es dazu?

Flo: Eine befreundete Band hatte selbst mal ein Festival im Sauerland veranstaltet und so kamen wir auf die Idee, wir würden auch mal gerne eins veranstalten. Zunächst sollte es kein Benefizfestival sein, aber irgendwann haben wir uns bei den ersten Ideen dazu entschlossen. Des Weiteren wird geplant dieses Benefizfestival zu einem Metal-Festival zu machen, das jungen Nachwuchsbands eine Plattform gibt und ihnen die Chance gibt auch mit etablierten Bands auf einer Bühne stehen.

Marcus: Ihr habt dieses Jahr wieder die Location von der Matrix zurück in die Werk°Statt verlegt, was hat euch zu dem Schritt bewogen?

Flo: Das ist nicht ganz richtig. Wir haben bereits im Jahr 2007 wieder ein Metal For Mercy in der Wittener Werk°Stadt veranstaltet. Das Team besann sich an den ursprünglichen Austragungsort zurückzukehren.

 


Marcus: Welches Feedback erhaltet ihr von den Bands wenn ihr mit eurem Benefizfestival auf sie zukommt?

Flo: Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich. Es gibt Bands, die das Thema Benefiz überhaupt nicht interessiert, denen das auch völlig egal ist, ob es für herzkranke Kinder ist oder nicht. Es gibt aber Bands, die das Thema vor allem aus persönlichen Gründen sehr berührt, z.B. dass das eigene Kind herzkrank ist oder ein Bandsmitglied herzkrank war etc. Aber wie schon gesagt: Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich. Kritikpunkte gibt es nur sehr vereinzelt.

 

Marcus: Werden die Bands normal entlohnt oder spenden die teilnehmenden Bands ihre Gage?

Flo: Das kommt ganz auf die Band an. Wir versuchen die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Deswegen versuchen wir auch immer mit den Bands zu verhandeln. Aber im Großen und Ganzen verzichten die meisten Bands auf ihre Gage.

 

Marcus: Wie verträgt sich das MFM eigentlich mit dem Klischee des "bösen" Metallers? Wie kommt euer Projekt in der Öffentlichkeit an? Sind die Sponsoren sofort von eurer Sache begeistert gewesen?

Flo: Die Öffentlichkeit ist eher verhalten und kann sich das zu Beginn überhaupt nicht vorstellen, dass sich die Metal– und auch Gothicszene für solche Themen einsetzen.
Ein gutes Beispiel ist der diesjährige Benefizzweck Kinderherzen heilen e.V. – Diese Einrichtung war zu Beginn eher zurückhaltend und wussten überhaupt nicht, was dort auf sie zukam.
Am Ende des Festivals waren sie begeistert und haben festgestellt das schwarz nicht gleich böse ist. Und auch nach Ihren Angaben, haben sie viel über Metal gelernt.
Bei den Sponsoren ist eher Zurückhaltung angesagt. Insgesamt merkt man die finanzielle Zurückhaltung in der heutigen Zeit.



Marcus: Was schätzt ihr: Wieviel ist dieses Mal für den guten Zweck zusammengekommen?

Flo: Es sind 1609,38€ zusammengekommen, die dieses Mal dem Kinderherzen Heilen e.V. zugute kommen.

 


Marcus: Wieviele Leute arbeiten an dem Projekt?

Flo: Wir haben 5 ehrenamtliche Teammitglieder und 8 ehrenamtliche Helfer im Team.



Marcus: Wie soll die Zukunft des Metal for Mercy aussehen?

Flo: Das wissen wir noch nicht so wirklich, da wir jetzt erst mal sozusagen MFM Urlaub machen.
Viele im Team / Helfer müssen sich jetzt erst einmal wieder ums Privatleben kümmern. Es wird schon geredet und Ideen werden erwähnt, aber eine feste Planung gibt es erstmal nicht. Das wird dann im Frühjahr entschieden wie es weitergeht.

 

Marcus: Danke für das Gespräch! Ich denke wir werden uns auf dem nächsten Metal for Mercy wieder sehen!