Mit ihrem neuen Album entfesseln Alestorm erneut wahre Metalstürme welche die Landratten unter Euch ordentlich ins Schwitzen bringen werden. Gleich die erste Nummer der Scheibe zeigt, dass man dieses Mal keine Gefangenen machen wird.

 

„Back Trough Time“ heißt der erste Song der zumindest beim Intro schon ungewohnt hart klingt. Nach einigen Sekunden kann man aber wieder aufatmen, Alestorm sind doch nicht ins Blackmetal Lager gewechselt.. zumindest nicht ganz, dazu aber später mehr...

„Back Trough Time“ klingt im Kern wie ein typischer Alestorm Song, ist aber nicht unbedingt so eingängig wie die Klassiker der Band. Dieses Manko macht die geniale Nummer „Shipwrecked“  aber problemlos wieder gut, denn hier kann man getrost auch nach einem Fass Rum mitgrölen, sofern man beim Headbangen nicht über Bord gegangen ist. Auch bei den folgenden zwei Songs behalten das für Alestorm typische Tempo bei und gehen direkt ins Ohr. „Buckfast Powersmash“ sticht aus den Powermetal/Folk-Lastigen Songs hervor und überzeugt sowie verwirrt durch rasante Tempowechsel gleichermaßen den Hörer bevor eine der berüchtigten Alestorm Hymnen aus den Lautsprechern schallt: „Scraping the Barrel“ heißt die Ballade die zuerst nach einem melancholischen Seemannslied klingt, dann aber schnell in Richtung der Kritiker der Band zielt und diesen rät doch besser ihre eigene Band zu gründen. Der Song lädt zum Schunkeln und wichtiger zum Bierseeligen mitsingen ein, quasi eine Hitgarantie.
Danach geben Alestorm mit „Rum“ wieder ordentlich Gas. In dem Song wird natürlich das gleichnamige Destillat und damit auch der Lieblingstrunk der Piratengilde besungen. „Swashbuckled“ ist ebenso eine typische Nummer für die Schotten. „Barrett’s Privateers“ fällt durch den ungewöhnlichen Refrain auf, der es nahezu unmöglich machen wird den Song auf Konzerten mitzusingen. So ziemlich jeder dürfte nach ein paar Bier an der Melodie scheitern. Spaß macht die etwas behäbigere Nummer aber trotzdem. Nachdem die Freibeuter den Hörer so lange in Sicherheit gewogen haben, ballert einem mit dem letzten Song eine waschechte Blackmetal Nummer um die Ohren. „Death Throes Of The Terrorsquid“ macht seinem Namen alle Ehre und schafft zum Kontrast eine wahrlich düstere Atmosphäre. Damit hätte ich nicht gerechnet als das Album das erste Mal in meinen Player wanderte.

Fazit: Alestorm liefern mit Back Through Time ein solides Album ab. Die Jungs schaffen es erneut ihrem Stil treu zu bleiben ohne jedoch so zu klingen als würde man versuchen sich selber zu kopieren. Ich kann das Album, obwohl die kurzen Blackmetal Einlagen ein wenig gewöhnungsbedürftig sind wärmstens empfehlen.
{addInfoMain=1048}

Titel:

Back Through Time

Veröffentlicht am:

03.06.2011

Label:

Napalm Records

Bewertung:

9.0

MP3s kaufen
Album kaufen

Tracklist:

1. Back Through Time (5:03)
2. Shipwrecked (3:30) [X]
3. The Sunk`n Norwegian (4:06)
4. Midget Saw (3:18)
5. Buckfast Powersmash (2:33)
6. Scraping The Barrel (4:39) [X]
7. Rum (3:28)
8. Swashbuckled (3:53)
9. Rumpelkombo (0:06)
10.Barrett`s Privateers (4:40) [X]
11.Death Throes Of The Terrorsquid (7:44)